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PC-BegriffeLexikon der Computersprache

Grundwissen · Artikel 6 von 8

Kleine Geschichte des PCs: Von Zuse bis zum ARM-Notebook

Aktualisiert
Lesezeit
2 Min.

Vom raumfüllenden Rechenautomaten zum Notebook in der Umhängetasche vergingen gut achtzig Jahre. Die wichtigsten Stationen – und warum viele Begriffe von damals bis heute überlebt haben.

1941Zuse Z31975Altair 88001977Apple II1981IBM PC1985Windows 1.01991Linux & Web1995Windows 952007iPhone2020ARM im MacAbstände nicht maßstäblich
Stationen vom ersten programmierbaren Rechner bis zum ARM-Notebook.
Der Altair 8800 von 1975 hatte weder Bildschirm noch Tastatur: Programmiert wurde über die Kippschalter an der Front.
Der Altair 8800 von 1975 hatte weder Bildschirm noch Tastatur: Programmiert wurde über die Kippschalter an der Front.Foto: Sandra Fauconnier · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Viele Wörter im PC-Alltag sind Fossilien: Laufwerk C:, das Disketten-Symbol zum Speichern, der Affengriff. Wer die Geschichte kennt, versteht sie besser.

Die Vorläufer

1941 stellte Konrad Zuse in Berlin die Z3 vor, die als erster funktionsfähiger, frei programmierbarer Digitalrechner gilt. In den USA entstand wenig später der ENIAC, ein Röhrenrechner, der 1946 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und einen ganzen Saal füllte. In den folgenden Jahrzehnten waren Computer Großrechner für Behörden, Banken und Universitäten.

Der Mikroprozessor

Die entscheidende Wende war der Mikroprozessor: ein ganzer Prozessor auf einem Chip. Intel brachte 1971 den 4004 auf den Markt. Plötzlich war ein Computer für Bastler bezahlbar.

Bausätze und Heimcomputer

1975 erschien der Altair 8800 als Bausatz. Er hatte weder Tastatur noch Bildschirm, sondern Kippschalter und Leuchtdioden. Zwei junge Programmierer, Bill Gates und Paul Allen, schrieben dafür einen BASIC-Interpreter und gründeten im selben Jahr die Firma Microsoft. 1977 kamen fertig montierte Rechner wie der Apple II auf den Markt. In Deutschland prägte ab 1982 der Commodore 64 eine ganze Generation.

Der IBM PC und seine Nachbauten

Im August 1981 stellte IBM den Personal Computer 5150 vor: Intel-Prozessor 8088 mit 4,77 MHz, Betriebssystem PC DOS von Microsoft. Weil IBM viele handelsübliche Bauteile verwendete, konnten andere Hersteller kompatible Rechner bauen. Aus „IBM-kompatibel“ wurde die Plattform, auf der bis heute Windows-PCs beruhen – und aus dem Produktnamen der Gattungsbegriff PC. Aus dieser Zeit stammen auch die Laufwerksbuchstaben: A: und B: für die Disketten, C: für die spätere Festplatte.

Fenster und Maus

Die grafische Oberfläche mit Fenstern und Maus entstand bei Xerox und wurde 1984 mit dem Apple Macintosh populär. Microsoft folgte 1985 mit Windows 1.0 als Aufsatz für DOS. Den großen Durchbruch brachte Windows 95 mit Startknopf und Taskleiste, die es in ähnlicher Form noch heute gibt (siehe Windows).

Das Netz und die freie Software

1991 war ein doppelt wichtiges Jahr: Das World Wide Web wurde öffentlich zugänglich, und Linus Torvalds veröffentlichte die erste Version des Linux-Kerns. In den folgenden Jahren wurde der PC vom Rechenwerkzeug zum Tor ins Internet; Modems piepten, dann kam DSL.

Mobil und sparsam

Notebooks wurden in den 2000er-Jahren erschwinglich und verdrängten den Desktop in vielen Haushalten. 2007 stellte Apple das iPhone vor – seitdem ist für viele Menschen das Smartphone der wichtigste Computer. Die Chips darin beruhen auf der ARM-Architektur, die besonders sparsam ist. Ende 2020 wechselte Apple auch bei den Macs auf eigene ARM-Chips, und seit 2024 gibt es verbreitet Windows-Notebooks mit ARM-Prozessoren.

Was bleibt

Die Grundprinzipien haben sich kaum verändert: Prozessor, Arbeitsspeicher, Massenspeicher, Ein- und Ausgabe. Geändert haben sich die Größenordnungen – der Arbeitsspeicher eines heutigen Einsteiger-Notebooks ist rund hunderttausendmal größer als der des ersten IBM PC in seiner Grundausstattung.

Zum Weiterlesen: Wikipedia: Geschichte des Computers

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