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Was steckt im PC? Die Bauteile und ihr Zusammenspiel
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Ein Desktop-PC besteht aus einer Handvoll Hauptbauteilen, die über das Mainboard verbunden sind. Wer weiß, was jedes davon tut, versteht Datenblätter, Kaufberatungen und Fehlermeldungen besser.
Schraubt man einen PC auf, sieht man zunächst Kabel, Lüfter und Platinen. Dahinter steckt eine klare Arbeitsteilung, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat – nur die Zahlen auf den Datenblättern sind größer geworden.
Das Mainboard als Grundplatte
Alles beginnt mit dem Mainboard. Es ist die große Leiterplatte, auf der die anderen Teile stecken oder mit der sie per Kabel verbunden sind. Auf ihm sitzen der Prozessorsockel, die Steckplätze für Arbeitsspeicher und Erweiterungskarten, der Chipsatz und die Firmware (UEFI), die beim Einschalten als Erstes läuft.
Prozessor: das Rechenwerk
Die CPU führt die Befehle aller Programme aus. Moderne Prozessoren haben mehrere Kerne und arbeiten mit mehreren Gigahertz. Sie werden heiß und brauchen deshalb einen Kühler.
Arbeitsspeicher: der Schreibtisch
Man kann sich den Arbeitsspeicher als Schreibtisch vorstellen: Hier liegt alles, woran gerade gearbeitet wird. Er ist sehr schnell, aber vergleichsweise klein und verliert beim Ausschalten seinen Inhalt. Je größer der Schreibtisch, desto mehr Programme und Browser-Tabs lassen sich gleichzeitig geöffnet halten, ohne dass es eng wird.
SSD und Festplatte: der Aktenschrank
Dauerhaft gespeichert wird auf einer SSD oder Festplatte. Das ist der Aktenschrank: groß, behält alles, aber der Weg dorthin dauert länger. Beim Öffnen eines Programms holt der Rechner es aus dem Schrank auf den Schreibtisch. Warum eine SSD den ganzen Rechner so viel flotter wirken lässt, zeigt der Artikel Die Speicherhierarchie.
Grafikkarte: der Bildspezialist
Die Grafikkarte berechnet, was auf dem Bildschirm erscheint. Für Büro und Video genügt die Grafikeinheit, die in vielen Prozessoren steckt. Für aktuelle Spiele, 3D-Programme oder KI-Anwendungen braucht es eine eigene Karte mit eigenem Videospeicher.
Netzteil und Kühlung
Das Netzteil versorgt alle Bauteile mit den passenden Spannungen. Lüfter im Gehäuse sorgen dafür, dass warme Luft abgeführt wird. Beides wird beim Selbstbau oft unterschätzt, obwohl davon abhängt, ob ein Rechner leise, stabil und lange läuft.
Ein Doppelklick, Schritt für Schritt
Was passiert, wenn Sie ein Foto per Doppelklick öffnen?
- Die Maus meldet den Klick über USB an den Chipsatz, der gibt ihn an den Prozessor weiter.
- Das Betriebssystem erkennt die Dateiendung und startet das passende Programm.
- Programm und Foto werden von der SSD in den Arbeitsspeicher geladen.
- Der Prozessor dekodiert das Bild, oft unterstützt von der Grafikeinheit.
- Die Grafikkarte schickt das fertige Bild über HDMI oder DisplayPort an den Monitor.
All das dauert Sekundenbruchteile.
Desktop, Notebook, Mini-PC
In einem Notebook stecken dieselben Bauteile, nur kleiner, sparsamer und oft fest verlötet. Mini-PCs verwenden meist Notebook-Technik in einem Gehäuse von Buchgröße. Der klassische Tower bleibt die Bauform, die sich am leichtesten aufrüsten und reparieren lässt.