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PC-BegriffeLexikon der Computersprache

Grundwissen · Artikel 1 von 8

Was steckt im PC? Die Bauteile und ihr Zusammenspiel

Aktualisiert
Lesezeit
2 Min.

Ein Desktop-PC besteht aus einer Handvoll Hauptbauteilen, die über das Mainboard verbunden sind. Wer weiß, was jedes davon tut, versteht Datenblätter, Kaufberatungen und Fehlermeldungen besser.

MainboardMonitorBild und TonNetzteilStrom für allesGrafikkarteGPU + VideospeicherProzessorrechnetArbeitsspeicherflüchtig, schnellUSB · LAN · AudioAnschlüsseChipsatzVerteilerSSDspeichert dauerhaftHDMI / DPPCIe x16RAM-BusChipsatz-LinkPCIe x4
Die Hauptbauteile eines PCs und ihre Verbindungen untereinander.

Schraubt man einen PC auf, sieht man zunächst Kabel, Lüfter und Platinen. Dahinter steckt eine klare Arbeitsteilung, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat – nur die Zahlen auf den Datenblättern sind größer geworden.

Das Mainboard als Grundplatte

Alles beginnt mit dem Mainboard. Es ist die große Leiterplatte, auf der die anderen Teile stecken oder mit der sie per Kabel verbunden sind. Auf ihm sitzen der Prozessorsockel, die Steckplätze für Arbeitsspeicher und Erweiterungskarten, der Chipsatz und die Firmware (UEFI), die beim Einschalten als Erstes läuft.

Prozessor: das Rechenwerk

Die CPU führt die Befehle aller Programme aus. Moderne Prozessoren haben mehrere Kerne und arbeiten mit mehreren Gigahertz. Sie werden heiß und brauchen deshalb einen Kühler.

Arbeitsspeicher: der Schreibtisch

Man kann sich den Arbeitsspeicher als Schreibtisch vorstellen: Hier liegt alles, woran gerade gearbeitet wird. Er ist sehr schnell, aber vergleichsweise klein und verliert beim Ausschalten seinen Inhalt. Je größer der Schreibtisch, desto mehr Programme und Browser-Tabs lassen sich gleichzeitig geöffnet halten, ohne dass es eng wird.

SSD und Festplatte: der Aktenschrank

Dauerhaft gespeichert wird auf einer SSD oder Festplatte. Das ist der Aktenschrank: groß, behält alles, aber der Weg dorthin dauert länger. Beim Öffnen eines Programms holt der Rechner es aus dem Schrank auf den Schreibtisch. Warum eine SSD den ganzen Rechner so viel flotter wirken lässt, zeigt der Artikel Die Speicherhierarchie.

Grafikkarte: der Bildspezialist

Die Grafikkarte berechnet, was auf dem Bildschirm erscheint. Für Büro und Video genügt die Grafikeinheit, die in vielen Prozessoren steckt. Für aktuelle Spiele, 3D-Programme oder KI-Anwendungen braucht es eine eigene Karte mit eigenem Videospeicher.

Netzteil und Kühlung

Das Netzteil versorgt alle Bauteile mit den passenden Spannungen. Lüfter im Gehäuse sorgen dafür, dass warme Luft abgeführt wird. Beides wird beim Selbstbau oft unterschätzt, obwohl davon abhängt, ob ein Rechner leise, stabil und lange läuft.

Ein Doppelklick, Schritt für Schritt

Was passiert, wenn Sie ein Foto per Doppelklick öffnen?

  1. Die Maus meldet den Klick über USB an den Chipsatz, der gibt ihn an den Prozessor weiter.
  2. Das Betriebssystem erkennt die Dateiendung und startet das passende Programm.
  3. Programm und Foto werden von der SSD in den Arbeitsspeicher geladen.
  4. Der Prozessor dekodiert das Bild, oft unterstützt von der Grafikeinheit.
  5. Die Grafikkarte schickt das fertige Bild über HDMI oder DisplayPort an den Monitor.

All das dauert Sekundenbruchteile.

Desktop, Notebook, Mini-PC

In einem Notebook stecken dieselben Bauteile, nur kleiner, sparsamer und oft fest verlötet. Mini-PCs verwenden meist Notebook-Technik in einem Gehäuse von Buchgröße. Der klassische Tower bleibt die Bauform, die sich am leichtesten aufrüsten und reparieren lässt.

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