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PC-BegriffeLexikon der Computersprache

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Codec

Grammatik
der Codec · Plural: die Codecs · Kofferwort aus coder/decoder
Register
ABC
Aktualisiert
Lesezeit
1 Min.

Kurz gesagt: Verfahren, das Audio- oder Videodaten komprimiert und beim Abspielen wieder entschlüsselt – etwa MP3, AAC, H.264 oder AV1.

Unkomprimiertes Video in Full HD würde pro Minute viele Gigabyte belegen. Codecs sparen Platz, indem sie weglassen, was Menschen kaum wahrnehmen, und Wiederholungen geschickt speichern.

Ein Stück deutsche Technikgeschichte

Das Audioformat MP3 wurde maßgeblich am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen entwickelt und Anfang der 1990er-Jahre als Teil des MPEG-Standards festgelegt. Es machte Musik auf Computern und im Internet alltagstauglich. Nachfolger wie AAC klingen bei gleicher Dateigröße besser.

Codec und Container

Eine Datei mit der Endung .mp4, .mkv oder .avi ist nur ein Container, eine Hülle. Darin stecken Video- und Tonspuren, die mit verschiedenen Codecs kodiert sein können – etwa Video in H.264, H.265 oder AV1, Ton in AAC. Deshalb spielt ein Gerät manche MP4-Dateien ab und andere nicht.

Moderne Grafikkarten und Prozessoren dekodieren gängige Codecs in eigener Hardware. Das spart Strom beim Streaming – ältere Geräte ohne AV1-Unterstützung werden dabei spürbar wärmer.

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